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Mit Serie im Rücken nach Gmünd

Die zweitstärkste Rückrundenmannschaft gastiert am heutigen Samstag mit dem FC Astoria Walldorf im Schwerzer. Sechs Siege und zwei Unentschieden sammelte das Team in den letzten acht Spielen – keine leichte Aufgabe für den FC Normannia Gmünd. Der Anpfiff erfolgt um 15.30 Uhr. Von Patrick Tannhäuser

Samstag, 02. Mai 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 50 Sekunden Lesedauer

Schon in der letzten Saison kam der FC Astoria Walldorf, damals als Aufsteiger, mit einer beeindruckenden Serie im Rücken in das Jahnstadion nach Gmünd. Fünf Siege in fünf Partien, so sah der Traumstart der Walldorfer im vergangenen Spieljahr aus. Nach 90 Minuten im Schwerzer musste sich der FCA mit der ersten Niederlage abfinden und bekam erstmals die raue Oberliga-​Luft zu schnuppern. Für die Normannen war dieser Sieg damals die Trendwende und in der Folge legten die Schützlinge von Trainer Alexander Zorniger eine starke Saison auf das Parkett. Aus dem Neuling wurde im Sommer 2008 dann ein Kandidat für den Gewinn der Meisterschaft. Nicht wenige Trainer hatten die Astoria ganz oben auf ihrer Liste der vermeintlichen Aufsteiger in Regionalliga. „Für mich gehörte Walldorf gemeinsam mit Hoffenheim II zu den Topfavoriten“, erklärt auch Gmünds Coach Zorniger.
Doch die Experten sollten in diesem Fall nicht Recht behalten. Walldorf spielte für seine Verhältnisse eine katastrophale Hinrunde. Der Gewinn des Titels war damit schon passé. Gründe zu finden für den schlechten Start ins Spieljahr ist nicht einfach. Einer könnte aber sein, dass einige wichtige Akteure verletzungsbedingt lange Zeit pausieren mussten. „Die Mannschaft hat eine Menge Potenzial“, weiß Zorniger über den Gegner. Nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite ist der Kader der Walldorfer sehr ausgeglichen. Zorniger: „Spielerisch sind die Walldorfer extrem gut.“ Der FCA verfügt über einige erfahrene Spieler, wie Sascha Theres, und viele junge Kicker, die eine gute Grundausbildung beim großen Nachbarverein, TSG Hoffenheim, genossen haben. „Viele sind sehr schnell“, beobachtete der FCN–Übungsleiter. Deshalb sind die heutigen Gäste auch nicht taktisch offensiv aufgestellt, sondern profitieren immer wieder von ihren „Sprintern“, wenn der Gegner ihnen einen gewissen Raum gibt. Dies wollen die Normannen auf jeden Fall verhindern. „Wir müssen exakt arbeiten und kompakt stehen“. fordert Zorniger von seinen Mannen. Den guten Lauf der Walldorfer in den letzten Spielen hat der Gmünder Coach durchaus realisiert, aber er sagt dennoch selbstbewusst: „Wir wollen diesen unterbrechen.“
Die Ausgangslage scheint dafür gut zu sein. Erstmals seit längerer Zeit freut sich Zorniger über die Anwesenheit seines gesamten Kaders beim Abschlusstraining. Für Giuseppe Greco und Ralph Molner wird ein Einsatz aber dennoch wohl zu früh kommen. „Wir gehen bei unseren lange verletzten Spielern kein Risiko ein. Die werden eher noch ein Training mehr absolvieren“, will der Trainer keine Schnellschüsse machen. Bei einer Personalie legt sich Zorniger aber schon im Vorfeld fest. „Steffen Kaiser wird auf dem Platz stehen. Er hat sehr viele Verdienste um die Normannia und es sind die letzten Spiele seine Karriere. Da wäre es emotional nicht nachvollziehbar, ihn nicht aufzustellen“, so Zorniger. Steffen Kaiser hat aber nicht nur wegen seiner Verdienste einen Stammplatz sicher. Der Mittelfeldspieler befindet sich im so oft zitierten „zweiten Frühling“ und absolviert eine überragende Saison. Enormes Laufpensum sowie extreme Torgefährlichkeit zeichnen den Arzt aus. Schon sieben Mal gelang es ihm in diesem Spieljahr den gegnerischen Keeper zu überwinden. In der letzten Begegnung mit Durlach gönnte Zorniger seinem „alten Hasen“ eine Verschnaufpause und ließ den deutlich jüngeren Patrick Faber auf seiner Position spielen. Bis auf die Rückkehr von Steffen Kaiser in die Startelf dürfte sich in der Anfangsformation wenig bis gar nichts ändern. In der Viererkette fehlen zu den Stammkräften gleichwertige Alternativen und die Stürmer zeigten sich zuletzt treffsicher.
Ganz entspannt können die Normannen noch nicht in die Partie am heutigen Samstag gehen. Zwar scheint der Klassenerhalt nach dem Sieg in Durlach perfekt zu sein, doch immer noch halten sich Spekulationen über fünf Absteiger aus der Oberliga. Sollte dies der Fall sein, dann dürfen sich die FCNler noch nicht zurücklegen.
FC Normannia: Gruca, Zech – Göhl, Zimmermann, Kasunic, Krätschmer, Catizone, S. Kaiser, Mangold, D. Kaiser, Molinari, Grampes, C. Bauer, Pelerin, Faber, Cetin, Molner.

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