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Abtsgmünd: Energieverbauch trotz Sparmaßnahmen gestiegen

In der Sitzung des Technischen Ausschusses war man verwundert über den erhöhten Energieverbrauch im vergangenen Jahr. Man will die Kontrollmechanismen verbessern um die Löcher zu finden und die Einsparmöglichkeiten zu optimieren.

Mittwoch, 13. Oktober 2010
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 59 Sekunden Lesedauer

ABTSGMÜND (fa). Der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Reitanlage Ziegelhütte“ ist so gut wie beschlossen. Die Anhörung der Träger öffentlicher Belange brachte keine wesentlichen Anregungen. Falls der Bauherr, die Familie Gruber, bis zum Donnerstag vor der Gemeinderatssitzung den von der Verwaltung ausgearbeiteten Durchführungsvertrag unterschreibt, wird der Gemeinderat dem Bebauungsplan zustimmen. Dies hatte er bereits in der Sitzung vom 29. Juli mit dem Auslegungsbeschluss signalisiert.
Die wesentliche Vereinbarung in dem Durchführungsvertrag besteht darin, dass der Bauherr, die Familie Gruber, sämtliche Erschließungs– und Verfahrenskosten tragen muss. Im Vertrag soll auch der Abschluss des Bauvorhabens auf den 31.12.2012 festgelegt werden.
Bürgermeister Georg Ruf informierte das Gremium über den derzeitigen Verfahrensstand in Sachen Sandabbau in Lutstrut. Dort will die Firma Müller, Wilburgstetten, in den Arealen Lutstrut III und Lutstrut IV Quarzsand abbauen.
Die Gemeinde bestehe weiter darauf, dass der Wasserschutz Vorrecht vor dem privaten kommerziellen Nutzen habe, betonte Ruf. Bei beiden Abbauflächen seien der Regionalplan, der Flächennutzungsplan und die Wasserschutzgebiete zu beachten, führte Ruf aus.
Die Gemeinde hat bisher ihre Genehmigung zu den Vorhaben versagt, Entscheidungsträger ist jedoch letztendlich das Landesbergbauamt in Freiburg.
Es handle sich zwar um zwei unabhängige Verfahren mit kompliziertem Rechtsverhalt, dennoch werde die Verwaltung sich weiterhin für den Grundwasserschutz stark machen zumal bei dem Vorhaben Lutstrut III klar die Planungshoheit der Gemeinde verletzt sei.
Für Ruf müssen beide Vorhaben gleich behandelt werden, zumal die Grenze im Bereich des Wasserschutzgebietes nur aus einem Weg besteht. Beim Landesbergbauamt habe man das Grundwasserproblem anerkannt, sagte Ruf. Da bisher Funkstille gewesen sei, habe die Gemeinde zu einem Erörterungstermin geladen. Anwesend waren dabei der Vorhabensträger, die Fa. Müller, Vertreter des Landesbergbauamtes, des Landratsamtes, des Regionalverbandes, ein Sachverständiger vom Gewässerschutz sowie der Rechtsbeistand der Gemeinde.
Ruf machte bei diesem Treffen klar, dass die Gemeinde auf Gutachten zur Fließrichtung des Grundwassers sowie der Grundwasserstände bestehen würde. Nun müsse das Landesbergbauamt aktiv werden, forderte er.
Ortsvorsteher Egon Ocker aus Pommertsweiler und Gemeinderat Horst Schmid bekräftigen ebenfalls, dass der Grundwasserschutz eine primäre Forderung sei und die Wasserversorgung vor allem Vorrang habe.
Der Energiebericht 2009 von Heiko Kelnberger von der EnBW hat das Gremium überrascht, denn die Energieverbrauchszahlen sind im Gegensatz zum Jahr 2008 um durchschnittlich sechs Prozent angestiegen. Gemeinderat Ralf Stütz regte deswegen an, die monatlichen Verbrauchszahlen besser zu überwachen und auszuwerten.
Fast alle öffentlichen Gebäude sind im Hinblick auf die energetische Sanierung auf dem neuesten Stand
Mit der zuletzt sanierten Turnhalle in Pommertsweiler und der energetischen Sanierung der Wasenschule habe man nun fast alle öffentlichen Gebäude auf dem neuesten technischen Stand, sagte Bürgermeister Georg Ruf.
Mittelfristig müssten sich die in den letzten Jahren getätigten Maßnahmen positiv auswirken. Der erhöhten Wasserverbrauch im Bereich Schule/​Schwimmbad mit rund 24 Prozent sei auf Probleme mit der wasserchemischen Anlage zurückzuführen, sagte Ruf.

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