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Handball, Württembergliga: TSB Gmünd bleibt Erster trotz 32:32-Remis gegen SG Bietigheim II

14 Treffer vom überragenden Paul Boizesan reichen nicht für einen Sieg des TSB Gmünd vor 350 Zuschauern gegen die SG Bietigheim II. Mit der Schlusssirene fängt sich der Spitzenreiter noch den Ausgleich zum 32:32-Endstand. Von Jörg Hinderberger

Montag, 29. November 2010
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 51 Sekunden Lesedauer

Spannung bis zum Schluss in der Gmünder Großsporthalle. Der TSB Gmünd hatte zu Beginn der Partie gegen Bietigheim II große Probleme im Spielaufbau. Nach zwölf Minuten hieß es 7:7, ehe sich die Bietigheimer vor allem durch Treffer aus dem Rückraum einen Zwei-​Tore-​Vorsprung erkämpften. Beim Stand von 14:12 für Bietigheim wurden die Seiten gewechselt. „Wir waren am Anfang nicht gut im Spiel. Ich kannte auch einige Spieler der Bietigheimer nicht. In meiner Videoanalyse tauchten die nicht auf“, sagt TSB-​Trainer Ralf Rascher, der zunächst den angeschlagenen Andreas Hieber auf der Bank lassen musste und mit Johannes Frey einen Spieler von Beginn an einsetzte, der aufgrund einer Fußverletzung normalerweise nicht zum Aufgebot gehören sollte. „Ich muss jetzt Mal zum Arzt gehen“, sagt Johannes Frey, der sich trotz riesiger Schmerzen durch das ganze Spiel schleppte und drei Tore erzielte. Ralf Rascher schrie immer wieder das Wort „Konzept“ zu seinen Spielern. In der zweiten Hälfte hatte der TSB dann auch ein Konzept gefunden. Gegen die starken Bietigheimer, die immer wieder Nadelstiche setzten, wurde die Abwehrarbeit und Torhüter Philipp Neukamm besser. In der 46. Minute erzielte der überragende Paul Boizesan per Siebenmeter den 23:23-Ausgleich. Die Blau-​Gelben waren nun im Spiel und gingen durch Treffer von Boizesan und Christian Tobias mit 27:25 in Führung. Acht Minuten vor dem Ende erkämpfte sich Matthias Czypull in der Abwehr den Ball, startete einen Sololauf nach vorne und traf zum 28:25 für den TSB. Eine Drei-​Tore-​Führung für die Hausherren, die in einem Spiel Erster gegen Vorletzter eigentlich für zwei Punkte reichen müsste. Doch Bietigheim gab sich nicht auf. Angetrieben vom treffsicheren Daniel Zieher kamen die Gäste wieder heran. Die Gmünder leisteten sich zu diesem Zeitpunkt zu viele technische Fehler, vor allem beim Fangen der Bälle hatte die Rascher-​Truppe so ihre Probleme. „Wir waren nicht clever genug und kassierten zu einfache Tore“, analysiert Johannes Frey, der sichtlich enttäuscht war, dass der TSB am Ende mit der Schlusssirene noch den 32:32-Ausgleich kassierte. Der Kampf und die Moral stimmten beim Tabellenersten, doch aufgrund der vielen angeschlagenen Spieler fehlte am Ende auch etwas die Kraft. „Ich bin enttäuscht“, erklärt Ralf Rascher. Es folgen nun zwei Auswärtsspiele gegen Weinsberg und Remshalden, ehe am Sonntag, 19. Dezember, Frisch Auf Göppingen II nach Gmünd kommt. „In allen drei Spielen sind wir Außenseiter“, meint der TSB-​Coach.
TSB Gmünd: Neukamm – Tobias (3), Negwer (1), Boizesan (14/​7), B. Göth (2), J. Frey (3), S. Frey (5/​1), A. Hieber (1), S. Göth (1), Czypull (1), MBengue (1), Waibel

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