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Zwischenergebnisse des Projekts „Vorschüler in Bewegung“: Warnsignale wie Altersdiabetes bei Kindern früh bekämpfen

Mit dem Projekt „Vorschüler in Bewegung“ will die Stadt Gmünd in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule und der Gesundheitskasse AOK ihre Marke als Gesundheitsstadt weiterentwickeln. Von Jörg Hinderberger

Dienstag, 30. November 2010
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 43 Sekunden Lesedauer

Die ersten Zwischenergebnisse zeigen, „dass die Grundeschullehrerinnen bereits erkennen, welche Kinder am Projekt teilgenommen haben“, bestätigt PH-​Professor Dr. Dr. Axel Horn. Konzentrationsschwächen, motorische Probleme oder mangelndes Sozialverhalten führen dazu, dass immer mehr Kinder im Vorschulalter von Logopäden oder Ergotherapeuten behandelt werden.
Durch das wissenschaftlich begleitete Projekt „Vorschüler in Bewegung“ wollen die Stadt, die PH und die Gesundheitskasse AOK diesem Trend schon in den Kindergärten entgegenwirken. Bewegung und kognitive Leistungen gehören nach wissenschaftlichen Untersuchungen zusammen. Es geht also in diesem Projekt auch um eine Steigerung der sozialen Kompetenzen. Teamfähigkeit im Lösen gemeinsam zu bewältigender Aufgaben, Kommunikationsfähigkeit, das Absprechen von Taktiken und das Finden von Regeln sind ureigene Bereiche des gemeinsamen Sich-​Bewegens und der Sport-​Erziehung.
Zielgruppe des Projekts sind fünf– bis sechsjährige Kinder. Einmal in der Woche gehen Studierende des Fach Sports der Pädagogischen Hochschule in die Kindergärten, um Bewegungserziehung zu gestalten. „Die Begeisterung bei den Studierenden und den Vorschulkindern ist sehr groß. Im Dezember gibt es die ersten Zwischenergebnisse“, sagt Axel Horn. Sportbürgermeister Joachim Bläse fügt hinzu: „Ich erhoffe mir von dem Projekt, dass wir erfahren, ob unsere geschulten Mitarbeiter in den Kindergärten zusätzlichen Input von Außen benötigen.“ Das Projekt zur Bewegungs– und Entwicklungsförderung von Vorschulkindern ist nun zwei Jahre alt und startete im September in seinen vorerst letzten Durchgang. In der Zwischenzeit haben bereits über 300 Kinder aus den 15 beteiligten Kindergärten aus Schwäbisch Gmünd und Umgebung teilgenommen und wurden von knapp 60 Studierenden der PH qualifiziert betreut.
Es steht nun die Auswertung der Ergebnisse aus den motorischen Tests an. „Wir hoffen und sind gespannt, ob unser Projekt auch etwas bringt. Vielleicht können wir dann auch die Kooperation zwischen Vereinen und Kindertagesstätten verbessern“, sagt Karin Schüttler, Leiterin des Schul– und Sportamts. Unterstützt wird das Projekt von der AOK. „Wir müssen die Warnsignale, wie zum Beispiel Altersdiabetes bei Kindern, ernst nehmen und so früh wie möglich gegensteuern“, begründet Martin Kirsch von der AOK Ostwürttemberg das Mitwirken der Gesundheitskasse. „Unser weitläufiges Ziel ist, dass die Kinder ihr neues Wissen über Bewegung mit nach Hause nehmen und sich dadurch tägliche Rituale ergeben“, so Kirsch.
Projektkoordinator der PH ist Peter Basic, der das Projekt „Vorschüler in Bewegung“ als Grundlage seiner Promotionsarbeit ausgewählt hat. Der Kindergarten Sternschnuppe im Stadtteil Bettringen ist von Anfang an mit großer Begeisterung dabei. Leiterin Christel Sing sagt: „Die Kinder werden zusätzlich gefördert. Es macht riesig Spaß.“

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