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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Diego, Damiano, Tiziano und Sara Molinari feiern heute ihren 100. Geburtstag — die RZ hat sich mit den Vierlingen unterhalten

„Sie bekommen Zwillinge“, teilte der Arzt Luisa Molinari mit, als sie im dritten Schwangerschaftsmonat war. Kurze Zeit später sprach der Arzt von Drillingen. Im vierten Monat bekamen die Molinaris die Botschaft, dass Vierlinge im Februar 1985 das Licht der Welt erblicken werden. „Danach ging ich nicht mehr zum Arzt“, lacht Luisa Molinari. Von Nicole Beuther

Donnerstag, 11. Februar 2010
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 25 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND. Auf den Tag genau ist es nun 25 Jahre her, dass Luisa und Gaetano Molinari Eltern von Vierlingen wurden. Diego war der erste — um neun Uhr erblickte er im Margaritenhospital das Licht der Welt. Im Ein-​Minuten-​Takt kamen dann seine Geschwister Damiano, Tiziano und Sara. Elf Tage lagen die Vierlinge im Brutkasten, ehe sie im April nach Hause durften. So unterschiedlich die vier in ihrer Kindheit waren, eines ist gewiss: „Im Großen und Ganzen waren sie brav“, so Luisa Gaetano. Darüber, dass sich Sara gerne an Möbelstücken emporhangelte oder der kleine Diego einmal eine Parfümflasche austrank, wird in der Familie heute nur noch geschmunzelt. Neben Tiziano sei Sara die aktivste von allen gewesen, so Luisa Molinari. Diego und Damiano seien die ruhigeren gewesen. Von den Lehrern habe es nie Klagen gegeben. Sara, Diego und Tiziano besuchten die Mozartschule, Damiano eine Förderschule.
Bald trennten sich die schulischen Wege. Sara ging nach dem Abschluss an der Schillerrealschule auf das Berufskolleg in Schorndorf, Diego, ebenfalls ehemaliger Schillerrealschüler, absolvierte eine Ausbildung bei der GEK, heute ist er bei der Stuttgarter Geschäftsstelle der Barmer GEK tätig und studiert nebenher. Auch Sara absolvierte später eine Ausbildung als Sozialversicherungsfachangestellte bei der Gmünder Krankenkasse, wo sie noch heute arbeitet. Damiano besucht die Einrichtung im Lindenhof und der ehemalige Rauchbeinschüler Tiziano ist im Vertrieb der Leicht Küchen AG tätig. Sarah, Damiano und Tiziano wohnen derzeit noch zu Hause, Diego lebt in Stuttgart. Aus der Welt ist er deshalb freilich nicht. Oft besuchen ihn die Geschwister in Stuttgart, vor allem Sara. Klar, dass auch immer wieder ein Besuch bei den Eltern ansteht. „Es ist schön, dass alle da sind“, findet Mutter Luisa, die selbst neun Geschwister hat. Wie es ist, als Einzelkind aufzuwachsen, kann sie sich genauso wenig vorstellen, wie ihre Kinder. Wer in einer größeren Familie aufwachse, lerne früh, sich durchzusetzen, so Diego. Auch sei immer einer für den anderen da.
Klare Regeln sorgten früh dafür, dass sich das Familienleben nicht in ein Chaos verwandelte. Nach dem Mittagessen waren die Hausaufgaben an der Reihe, „wer als erstes fertig war, durfte raus zum Spielen“, erklärt Luisa Molinari. Und bei Geburtstagsfeiern durfte jedes der Kinder vier Mitschüler einladen. Die Vierlinge teilten sich nicht nur 13 Jahre lang das Zimmer, auch die Hobbys ähneln sich sehr: An erster Stelle steht der Sport. Bei Spielen der italienischen Fußballnationalmannschaft und Formel 1-​Rennen sitzt die ganze Familie gemeinsam vor dem Fernseher. Sara, Tiziano und Diego hatten viele Jahre eine große Gemeinsamkeit: Das Tanzen. Deutschlandweit waren sie unterwegs und wirkten bei zahlreichen Lateinturniertänzen mit. Diego spielte zudem zehn Jahre Fußball beim FC Normannia. Bei Damian steht seit vielen Jahren der VfB Stuttgart an erster Stelle. Oft geht er in die Mercedes-​Benz Arena und fiebert mit seinem Lieblingsverein mit. Auch ins Kino oder in die Disco geht er gerne, ab und zu auch mit den Geschwistern. Und wie viele Kinder möchten die Vierlinge einmal haben? „Zwei“, sind sie sich einig. „Bekommt einer von uns vier Kinder, dann werden die aufgeteilt“, lacht Diego. Mehr als ein Kind auf einmal zu bekommen, scheint in den Erbanlagen der Familie verankert zu sein. Zwei Brüder von Luisa Gaetano haben jeweils Zwillinge.

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