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Skispringen: Mit dem Veteranenspringen beendet der SC Degenfeld die Sommersaison auf der Mattenschanze

(fm). Der Skiclub Degenfeld veranstaltete gestern sein bekanntes Veteranenspringen, um die Sommersaison auf der Mattenschanze zu beenden. Vormittags liefen die Rollskifahrer noch um den Sieg beim letzten Rennen des SC Degenfeld in diesem Sommer.

Montag, 27. September 2010
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 30 Sekunden Lesedauer

Beim Rollskirennen haben 28 Läufer teilgenommen. Die Stimmung war bei den Sportlern und den Betreuern gut. Die Jugend wurde von den Jungsportlern vom SC Heubach-​Bartholomä dominiert. Erstaunlich war die Leistung von Katharina Gold, die als Einzige bei der Klasse der weiblichen Schüler 10/​11 startete, die männliche Konkurrenz jedoch um mehr als eine halbe Minute hinter sich ließ.
Bei der männlichen Jugend konnte sich Tobias Weyer klar gegen seine Konkurrenz durchsetzen. Der junge Läufer, der ebenfalls für den SC Heubach-​Bartholomä startete, gewann mit einem Vorsprung von 53 Sekunden. Da ging es bei den Herren ab 61 schon spannender zu. Toni Tsitsos vom DAV Donauwörth setze sich zwar durch, aber Franz Jocham vom SC Sonthofen musste sich mit nur 23 Sekunden Rückstand am Ende geschlagen geben.
Um 14 Uhr begann dann schließlich das Programm an der kleinen Mattenschanze in Degenfeld. Veteranenspringen und ein Wettbewerb der Kleinsten war angesagt. Es galt in drei Durchgängen den Sieg für sich zu entscheiden. Viele Jungskispringer waren nach Degenfeld gekommen, um sich noch einmal in der Sommersaison mit den Anderen zu messen. Vor dem Probedurchgang der Nachwuchsspringer machte sich noch ein Probespringer auf dem Balken bereit. Allerdings rutschte dieser nach langem Warten vom Balken, konnte sich jedoch noch festhalten. Einer seiner Skier schoss allerdings ohne ihn die Schanze hinab. Für die Veranstalter sollte das als Probesprung genügen.
Die Kleinsten machten Sätze bis zu 12 Metern und die etwas Größeren kamen bereits im Probedurchgang gefährlich nahe an den kritischen Punkt der Schanze heran. Die Degenfelder konnten gute Weiten in diesem Probedurchgang vorzeigen. Die Skier der Degenfelder waren offensichtlich gut gewachst, denn die Anlaufgeschwindigkeit war hoch, was zu guten Weiten der Springer führte.
Nach dem Probedurchgang kam auch schon der erste Durchgang der Veteranen. Die wagemutigen Springer sollten im alten Stil die Schanze hinunter fliegen. Haltungsnoten wurden bei den Veteranen nicht vergeben, es zählte nur die Weite. Bei den drei Durchgängen sollten die zwei weitesten zählen, um den Sieger zu ermitteln. Doch darum ging es den Veteranen nicht. „Ich bin hier nur wegen der Gaudi“, meinte ein Teilnehmer.
Gaudi und Spaß waren geboten, beim „internationalen Skispringen“, wie der Stadionsprecher es nannte. Scheinbar aus aller Welt sind die Springer eingeflogen. Ein Känguru erschreckte die Konkurrenz und ein Springer startete für „irgendeinen Ölscheich“. Das Känguru im Feld sah seine Teilnahme allerdings nicht als unfair an. „Der Beutel zieht mich voll runter“, lachte der Gast, der sein Kleines noch im Beutel mittransportierte. „Ich hab da keinen Vorteil.“ Diese Behinderung in der Anatomie zeigte sich dann auch beim Sprung, denn der Satz war kürzer als die der anderen Teilnehmer.
Einer der Teilnehmer präsentierte beim Veteranenspringen seine selbst gebauten Skier, in die er ungefähr 40 Stunden Arbeit hinein gesteckt hat. „Das mache ich aus Überzeugung“, kommentierte er. Einen kurzen Schock gab es allerdings dann auch bei den Veteranen. Einer der Springer stürzte und pflügte mit den Skiern durch den Rasen am Auslauf. „Da musst du aber ein Bier an unseren Gärtner ausgeben, wenn du den Rasen kaputt machst“, kommentierte der Stadionsprecher nur das Geschehen, nachdem sich der Gestürzte wieder aufgerichtet hatte.
Leider waren nicht so viele Zuschauer bei diesem Spaßevent, wie im letzten Jahr. Das Wetter machte zumindest insofern mit, als dass es nicht regnete. Doch die Kälte und die bedrohlichen Wolken hielten wohl einige Zuschauer fern. Spaß und gute Stimmung kam trotzdem sowohl bei den Springern als auch bei den Zuschauern auf, was auch das Hauptziel der Veranstaltung war.

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