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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Vision wurde Wirklichkeit: Seit Freitag hat Gmünd ein großes „Haus der Gesundheit“ im Margaritenheim

Die Ehrengäste am Mikrofon waren sich einig: Landrat Klaus Pavel hat alles daran gesetzt und „persönlich enorme Verantwortung übernommen, um den Gmündern ihr Margaritenheim erhalten zu können“. Am Freitag wurde das Haus der Gesundheit eröffnet.

Samstag, 28. Mai 2011
Rems-Zeitung, Redaktion
4 Minuten Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Landrat Pavel selbst erklärte, ein vergleichbares Haus gebe es in ganz Baden-​Württemberg nicht. Ihm seien gleich mehrere Steine vom Herzen gefallen, als das gesetzte Ziel erreicht war – immerhin habe er dem Gmünder Gemeinderat einen Mehrwert für die Stadt versprochen. Er dankte den Mietern, die couragiert vorangingen, und er sprach über die Bedeutung dieses Hauses für die Gesundheitsversorgung der Stadt. Dass OB Arnold, ja ganz Gmünd hinter diesem Projekt stehe, habe gut getan, und auch die Kreissparkasse als starker Partner wurde gewürdigt – der Sparkassenkapitalbrief Margaritenheim war mit fünf Millionen Euro binnen zwölf Tagen ausverkauft, was Pavel einen „enormen Vertrauensbeweis“ nannte. Durch solche Modelle könne im Kreis noch viel Gutes entstehen. Kurz ging Pavel auf die Geschichte dieses 1898 als Zigarrenfabrik erbauten, vor 90 Jahren in ein Säuglingsheim umgewandelten und dann von den Vinzentinerinnen übernommenen Gebäudes ein. „Mit einem solchen Haus macht man nicht nichts“, lächelte Pavel; so viele seien hier zur Welt gekommen, und es bestehe eine starke emotionale Bindung ans Margaritenheim. „Erhalten Sie’s für uns Gmünder“ habe man ihm mehr als einmal gesagt. Und nun sei also ein interdisziplinäres Gebäude entstanden, mit immerhin 200 qualifizierten Arbeitsplätzen. Mit gutem Grund lasse sich von einem Glücksmoment für die Gmünder Seele sprechen. Eine halbe Wagenladung voller Brote und Salzfässchen wurde dann an die einzelnen Mieter übergeben, die die RZ bereits am Donnerstag vorgestellt hat. Besonders herzlich wurde Schwester Regina begrüßt, steht sie doch für das Bekenntnis der Vinzentinerinnen zum angestammten Domizil. Ein Dankeschön galt Architekt Christof Preiß, der, auch das wurde mehrfach betont, Hervorragendes geleistet habe, sowie Krankenhausdirektor Axel F. Janischowski für die Projektentwicklung.
Sparkassendirektor Trinkl nannte seinen Vorstandskollegen Dr. Christof Morawitz und Ludger Kirschey, Geschäftsführer der KSK-​Tochter s-​Projekt, die das Margaritenheim gekauft und an den Landkreis vermietet hat, die Väter des Gesundheitshauses; Übervater freilich sei der Landrat gewesen. Eigentlich sei’s ein sparkassenfremdes Thema, und dass tatsächlich Mieter gefunden würden, habe sich zunächst niemand vorstellen können.
Oberbürgermeister Richard Arnold freute sich, das Landrat Pavels Vision Wirklichkeit wurde: Dieser habe das richtige Gespür gehabt. Er sei stolz auf dieses Angebot; das Herz der Gmünder Gesundheit schlage jetzt im Margaritenheim. Dass die Kapelle erhalten werden konnte, war ihm ebenfalls wichtig. Der ärztliche Direktor Dr. Günter Hetzel sprach über das neue ambulante und stationäre Angebot der psychiatrisch und psychotherapeutischen Versorgung sowie über Hilfe für an Depression Erkrankten: „Über 80 Prozent der Patienten verlassen die Klinik gesund.“ Mit einem Blick auf den Umzug der psychiatrischen Tagesklinik in die Weißensteiner Straße 33 war er sich sicher: „So schnell und unkompliziert geht’s nur in Gmünd.“
Auf das Ganzwerden und Heilsein an Leib und Seele gingen der stv. Dekan Robert Kloker und Pfarrer Christof für den evangelischen Kirchenbezirk ein. Wie nicht anders zu erwarten, brachte der Schulchor Tiramisu der Klosterbergschule Freude in diesen Festakt – es sollte ja auch ein Freudentag sein für die Stadt.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Pavel selbst erklärte, ein vergleichbares Haus gebe es in ganz Baden-​Württemberg nicht. Ihm seien gleich mehrere Steine vom Herzen gefallen, als das gesetzte Ziel erreicht war – immerhin habe er dem Gmünder Gemeinderat einen Mehrwert für die Stadt versprochen. Er dankte den Mietern, die couragiert vorangingen, und er sprach über die Bedeutung dieses Hauses für die Gesundheitsversorgung der Stadt. Dass OB Arnold, ja ganz Gmünd hinter diesem Projekt stehe, habe gut getan, und auch die Kreissparkasse als starker Partner wurde gewürdigt – der Sparkassenkapitalbrief Margaritenheim war mit fünf Millionen Euro binnen zwölf Tagen ausverkauft, was Pavel einen „enormen Vertrauensbeweis“ nannte. Durch solche Modelle könne im Kreis noch viel Gutes entstehen. Kurz ging Pavel auf die Geschichte dieses 1898 als Zigarrenfabrik erbauten, vor 90 Jahren in ein Säuglingsheim umgewandelten und dann von den Vinzentinerinnen übernommenen Gebäudes ein. „Mit einem solchen Haus macht man nicht nichts“, lächelte Pavel; so viele seien hier zur Welt gekommen, und es bestehe eine starke emotionale Bindung ans Margaritenheim. „Erhalten Sie’s für uns Gmünder“ habe man ihm mehr als einmal gesagt. Und nun sei also ein interdisziplinäres Gebäude entstanden, mit immerhin 200 qualifizierten Arbeitsplätzen. Mit gutem Grund lasse sich von einem Glücksmoment für die Gmünder Seele sprechen. Eine halbe Wagenladung voller Brote und Salzfässchen wurde dann an die einzelnen Mieter übergeben, die die RZ bereits am Donnerstag vorgestellt hat. Besonders herzlich wurde Schwester Regina begrüßt, steht sie doch für das Bekenntnis der Vinzentinerinnen zum angestammten Domizil. Ein Dankeschön galt Architekt Christof Preiß, der, auch das wurde mehrfach betont, Hervorragendes geleistet habe, sowie Krankenhausdirektor Axel F. Janischowski für die Projektentwicklung.
Sparkassendirektor Trinkl nannte seinen Vorstandskollegen Dr. Christof Morawitz und Ludger Kirschey, Geschäftsführer der KSK-​Tochter s-​Projekt, die das Margaritenheim gekauft und an den Landkreis vermietet hat, die Väter des Gesundheitshauses; Übervater freilich sei der Landrat gewesen. Eigentlich sei’s ein sparkassenfremdes Thema, und dass tatsächlich Mieter gefunden würden, habe sich zunächst niemand vorstellen können.
Oberbürgermeister Richard Arnold freute sich, das Landrat Pavels Vision Wirklichkeit wurde: Dieser habe das richtige Gespür gehabt. Er sei stolz auf dieses Angebot; das Herz der Gmünder Gesundheit schlage jetzt im Margaritenheim. Dass die Kapelle erhalten werden konnte, war ihm ebenfalls wichtig. Der ärztliche Direktor Dr. Günter Hetzel sprach über das neue ambulante und stationäre Angebot der psychiatrisch und psychotherapeutischen Versorgung sowie über Hilfe für an Depression Erkrankten: „Über 80 Prozent der Patienten verlassen die Klinik gesund.“ Mit einem Blick auf den Umzug der psychiatrischen Tagesklinik in die Weißensteiner Straße 33 war er sich sicher: „So schnell und unkompliziert geht’s nur in Gmünd.“
Auf das Ganzwerden und Heilsein an Leib und Seele gingen der stv. Dekan Robert Kloker und Pfarrer Christof für den evangelischen Kirchenbezirk ein. Wie nicht anders zu erwarten, brachte der Schulchor Tiramisu der Klosterbergschule Freude in diesen Festakt – es sollte ja auch ein Freudentag sein für die Stadt.

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