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Turngau Ostwürttemberg sucht neue Strukturen

Unter dem sportlichen Motto „Immer in Bewegung – körperlich, inhaltlich und strukturell“ stand der Gauturntag Ost– württemberg am Samstag in der gut besuchten Bargauer Scheuelberghalle.

Montag, 23. Januar 2012
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 36 Sekunden Lesedauer

(has). Körperlich ging es zum Beispiel bei einem der vier vorangeschalteten Arbeitskreise beim „Zoomba Zoomba“ zu, strukturell sind Planungen im Gange, sich an die Struktur des Schwäbischen Turnerbundes anzubinden, ohne jedoch alles gleichzumachen. Inhaltlich hat man sich mit dieser neuen Struktur beschäftigt, die im nächsten Jahr mit einer Satzungsänderung umgesetzt werden soll.
Turngauvorsitzender Karlheinz Rößler konnte auch einige Ehrengäste begrüßen, die sich ihm Rahmen einer kurzen Gesprächsrunde zu aktuellen sportpolitischen Themen äußerten. So sagte Christian Lange, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-​Bundestagsfraktion, dass man den Spitzensport im Grundgesetz verankern wolle. Andreas Stoch aus Heidenheim, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-​Landtagsfraktion, sprach von einer „klimatischen Veränderung“ in Baden-​Württemberg, meinte dies aber im politischen Bereich und sprach über das Konzept der Landesregierung und gab die Empfehlung an alle: „Wer Sport treibt und sich fit hält, hat mehr vom Leben!“
Sportkreisvorsitzender Manfred Pawlita, Vorgänger von Rößler als Turngauvorsitzender, sprach das Problem der Ganztagesbildung/​Schule an und meinte, dass man dies nicht zum Nulltarif bekomme. Der Turngau sei der größte Fachverband im Sportkreis, müsse aber noch enger zusammenrücken. Der Politik gab er mit auf den Weg, den Sportstättenbau stärker zu fördern, denn jeder Euro Zuschuss schaffe bis zu zehn Euro Vermögen.
Der Sport aus Sicht der AOK wurde vom derzeitigen Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg, Josef Bühler, dargestellt. Bühler erinnerte an viele Kurse, die die AOK zum Thema Gesundheit anbiete. Über Ökumene in der Kirche und das Thema Kirche und Sport sprachen die beiden Pfarrer, Rudolf Spieth (Heubach) und Johannes Waldenmaier (Hussenhofen/​Herlikofen). Spieth berichtete von sportlichen Veranstaltungen der Kirche, zum Beispiel das Konfi-​Camp, und Waldenmaier erzählte von seinen Erlebnissen mit Jugendlichen auf dem Sportplatz. Der katholische Pfarrer ist nämlich auch Fußballschiedsrichter.
Gmünds Bürgermeister Dr. Joachim Bläse war ebenfalls Partner in der Gesprächsrunde und übermittelte anschließend Grußworte der Stadt, in der der Sport einen hohen Stellenwert einnehme. Bevor Bläse die Entlastung des Turngau-​Vorstands vornahm sagte er: „Ihr habt alles richtig gemacht!“ Richtig sei es auch gewesen, den Gauturntag in Gmünd abzuhalten, da die Stadt in diesem Jahr ihr 850-​jähriges Jubiläum feiere.
Grußworte übermittelte auch Michael Svoboda, Vorsitzender des gastgebenden TV Bargau, der seinen Verein mit seinen Abteilungen vorstellte und zum Einstieg des parlamentarischen Teils der Versammlung die neueste Gruppe des TVB auftreten ließ: Die Gardemädchen.
Turngau-​Vorsitzender Rößler erläuterte die geplante Strukturänderung, die sich in erster Linie mit dem Thema „Freizeitsport“ befasse. Angedacht ist auch ein Fachgebiet „Fitness und Gesundheit“. Die Tatsache, dass es immer weniger Kinder, dafür aber immer mehr Alte gebe, sei für den Turngau aber kein Grund, sich weniger um die Kinder zu kümmern. Im Gegenteil. Man wolle noch mehr Schulen und Kindergärten mit ins Boot nehmen, denn in diesem Alter fallen schon wichtige (sportliche) Entscheidungen.
Eine Statistik sage, dass in Baden-​Württemberg 70 Prozent der Kinder Konzentrations– und Schlafstörungen hätten oder aggressiv seien und oft in psychiatrischer Behandlung seien. Dies müsse man auch bei der Übungsleiterausbildung berücksichtigen und man habe dies im Arbeitskreis der Führungskräfte diskutiert.
Der Kassenbericht wurde von Norbert Peuker vorgetragen (es wurden Rücklagen für das 150-​jährige Jubiläum 2014 geschaffen). Die Kassenprüfer, Wolfgang Speidel und Birgit Wiedmann, bescheinigten eine saubere Kassenführung.
Stützpunkt-​Fördermittel wurden an den TV Wetzgau und den SB Heidenheim vergeben. Die Auszeichnung „Aktiver Verein“ erhielten 13 der gemeldeten 20 Vereine, die mindestens eine Punktezahl von 2000 erreicht haben.
Bester ist der TSV Böbingen (3800), der diese Auszeichnung schon zum 22. Mal in Empfang nehmen konnte. Aber auch der TV Wetzgau (3100), TGV Horn (2500), TV Herlikofen (2350) und TV Heuchlingen (2300) sind dabei.
Bei den Wahlen wurden Klaus Wolff als Beisitzer im Vorstand und Freddy Gerth (Vorsitzender Trampolinturnen) gewählt. Die Ämter Turnwarte Versehrte, Skilauf, Wandern und Männer sowie Vorsitzender Orientierungslauf konnten nicht besetzt werden.

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