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Eisenbachsee bei Alfdorf wird saniert — Infrastruktur für die Nutzung als Badesee soll verbessert werden

Der Eisenbachsee dient in erster Linie dem Hochwasserschutz. Aber er spielt für die Naherholung eine wichtige Rolle und ist als Badegewässer sehr beliebt.

Dienstag, 24. September 2013
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 2 Sekunden Lesedauer

Von Gerold Bauer ALFDORF. Mit einem System aus elf Rückhaltebecken sorgt der Wasserverband Kocher-​Lein dafür, dass bei Starkregen oder nach der Schneeschmelze nicht gleich bei den Unterliegern an Kocher und Lein „Land unter“ herrscht. „Die Weiterentwicklung der Gemeinden Täferrot, Leinzell, Heuchlingen und Abtsgmünd war nur dank dieser Rückhaltebecken möglich“, verweist der Verbandsvorsitzende und langjährige Abtsgmünder Bürgermeister Georg Ruf darauf, dass in diesen Orten früher regelmäßig weite Teile unter Wasser standen. „Die Hochwasserereignisse dieses Jahr in Bayern und im Osten von Deutschland haben wieder einmal deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, im Falle des Falles die Fluten wirksam eindämmen zu können. Um zu gewährleisten, dass die Rückhaltebecken auch reibungslos und zuverlässig funktionieren, regelt eine DIN-​Vorschrift die regelmäßig vorgeschriebenen Kontrollen. „Es gibt eine jährliche Sichtung und alle zehn bis 20 Jahre eine umfassende Sanierung“, erläuterte Diplom-​Ingenieur Erhard Winkler, dessen Büro im Auftrag des Wasserverbandes auch die aktuelle Sanierung des Eisenbachsees geplant hat. „Im Laufe der Zeit ändern sich die Normen, so dass eine Anpassung der Becken nötig wird“, sagte Winkler. Die auf der Dammkrone platzierte Mauer aus großen Natursteinbrocken habe zum Beispiel den Sinn, die Freibordhöhe des Beckens an die Vorschrift anzupassen. Aufgrund negativer Erfahrungen an einem anderen Becken in Baden-​Württemberg ist es laut Winkler mittlerweile auch notwendig, dass Rückhaltebecken nicht nur über einen, sondern über zwei unabhängig voneinander steuerbare Auslässe verfügen. Der überregionale Hochwasserschutz wäre von Haus aus eine Aufgabe des Landes, die aber an den Wasserverband (zu dem 18 Gemeinden und drei Landkreise gehören) delegiert wurde. Deshalb übernimmt das Land auch 70 Prozent der Kosten von der aktuellen Generalsanierung des 1961 gebauten Eisenbachsees. Immerhin summieren sich die Kosten für den Abriss und den Neubau des Betriebsgebäudes, für die Betonsanierung im Schieberbauwerk sowie für die Erneuerung der Stahlwasserbauteile auf 700 000 Euro. Auch das Pumpwerk zur Ableitung von Sickerwasser wird erneuert und die Mess-​, Steuer– und Regelungstechnik modernisiert. Und wenn der Eisenbachsee schon abgelassen ist – es dauerte eine knappe Woche bis er leer war – dann wird auch der Schlamm beseitigt. „Wir rechnen mit 7000 bis 8000 Kubikmetern Schlamm, die dann zur Bodenverbesserung auf naheliegenden Äckern ausgebracht werden“, ergänzt Verbandsvorsitzender Georg Ruf. Für eine zügige Abwicklung dieser Arbeiten ist es nötig, dass der Grund des Beckens befahrbar ist. Deshalb hofft Georg Ruf auf einen trockenen Herbst oder einen frostigen Winter. „Zum Saisonbeginn 2014 soll nämlich alles soweit fertig sein, dass der Eisenbachsee wieder für die Naherholung zur Verfügung steht“, so Ruf. „Der Eisenbachsee ist ein offizieller Badesee, dessen Wasserqualität regelmäßig untersucht wird“, betont Alfdorfs Bürgermeister Michael Segan. Aufgrund der Beliebtheit dieses Sees bei Badegästen sei es angedacht, die Infrastruktur – ähnlich wie am Aichstrutsee – weiter zu verbessern. Segan will dies demnächst mit seinem Gemeinderat besprechen. Er könne sich zum Beispiel einen kleinen Sandstrand oder eine Badeinsel als zusätzliche Attraktion am Eisenbachsee sehr gut vorstellen.

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