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Bürgermeister Bläse kommt aus Quarantäne, Oberbürgermeister Arnold wechselt ins Homeoffice

Foto: Bläse

Einschließlich des Samstags ist Schwäbisch Gmünds Bürgermeister Joachim Bläse noch in der häuslichen Isolation, ab Sonntag darf er dann wieder – entsprechend der aktuell gängigen Schutzmaßnahmen – unter die Leute. Was er als erstes macht, wenn er es geschafft hat, wie er die abgelaufene Woche in Deutschland gesehen hat und worauf er sich am meisten freut, das hat er unserem Redakteur Timo Lämmerhirt gesagt.

Freitag, 27. März 2020
Timo Lämmerhirt
1 Minute 55 Sekunden Lesedauer

Sie haben es fast geschafft, Covid-​19 ist bei Ihnen in der ganzen Zeit nicht ausgebrochen?
Nein, ich hatte auch keinerlei Symptome und habe deswegen auch keinen Test gemacht. Da wollte ich Vorbild sein, da zuerst die Menschen mit Symptomen getestet werden sollten. Überhaupt sollte man bei der ganzen Diskussion um die Zahlen mit Corona positiv oder nicht, viel stärker auf die Zahl der Schwerkranken oder Intensivpatienten schauen. Das ist doch das Entscheidende.

Weniger gearbeitet als in Freiheit haben Sie während dieser zwei Wochen aber dann auch nicht…
Das stimmt. Der Arbeitstag begann morgens gegen 8 Uhr und verlief dann meistens in den Abend hinein. Ich habe während dieser Zeit vor allem gelernt, wie man via Skype, Facetime und diverser Konferenzmöglichkeiten mit den Leuten in Kontakt treten kann (schmunzelt). Das hat alles gut funktioniert, wenngleich der menschliche Kontakt dann dennoch fehlt.

Worauf freuen Sie sich am meisten am Sonntag, was machen Sie zuerst?
Ich freue mich sehr darauf, endlich wieder meine Frau in den Arm nehmen zu können. Das mache ich um 0 Uhr als erstes. Laufen in der Gruppe geht ja derzeit nicht. Jetzt eruieren wir noch bei uns im Lauftreff, wie wir das in Zweiergruppen organisieren können.

Wurden Sie vermisst seitens der Stadt?
Nein, das glaube ich nicht, da wir ja direkt am Morgen in besagten Konferenzen zusammengekommen sind. Dazu habe ich täglich mit den Mitarbeitern der Stadt oder Vertretern von Organisatoren gesprochen, da war ja jeder Tag zuletzt eine Herausforderung. Vermisst wurde aber sicherlich die gegenseitige persönliche Ansprache.

Wie geht es in der kommenden Woche weiter?
Wir werden die Teams wechseln. Das A-​Team um Oberbürgermeister Richard Arnold wird ins Homeoffice wechseln und das Team B um meine Person herum wird vor Ort sein. Die Klassifizierung in A– und B-​Team bot sich schon aufgrund der Nachnamen Arnold und Bläse an (schmunzelt).

Es hat in den wenigen Wochen, in der wir in einer für uns absolut untypischen gesellschaftlichen Struktur leben, doch einige Veränderungen gegeben, die durchaus positiv waren.
Ja, absolut. Wenn wir beispielsweise den Sport-​Spaß, die VHS-​Angebote nehmen oder die Musikschulen. Da werden Videos angeboten, bei denen die Menschen aktiv bleiben können, sowohl geistig als auch körperlich. Hätte man diesen Institutionen dies ohne Corona vorgeschlagen, wäre das sicherlich nicht so schnell auf den Weg gebracht worden. Ich denke, dass hier etwas für die Zukunft hängenbleiben kann.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der Samstagsausgabe der Rems-​Zeitung.

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