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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Der neue Gmünder Flächenverbrauch: Das plant die Stadt bis 2035

Luftbild: hs

Wie viel Fläche braucht Gmünd für Wohnen? Wie viel für Gewerbe? Und wie viel für die erneuerbaren Energien kommt noch obendrauf? Mit diesen Fragen befasst sich nach den Ortschaftsräten jetzt der Gmünder Gemeinderat.

Dienstag, 21. Juni 2022
Alexander Gässler
1 Minute 20 Sekunden Lesedauer

Die Flächenkulisse wurde mit Augenmaß herausgearbeitet. Davon ist Gerhard Hackner überzeugt. Sie sei ausgewogen und angemessen. Und: „Die Innenentwicklung hat immer Priorität.“ An diesem Mittwoch will der Leiter des Amts für Stadtentwicklung dem Bauausschuss des Gemeinderats die überarbeitete Flächenkulisse bis 2035 vorstellen. Es gehe darum, Perspektiven aufzuzeigen, sagt er.

Welche Perspektiven das sind und welche Kritik es jetzt schon an den Plänen gibt, lesen Sie am Mittwoch in der Rems-​Zeitung.


Den Kommentar dazu können sie auch online in voller Länge kostenlos hier lesen:

Nur teilweise angemessen
Eine Stadt braucht Möglichkeiten zur Entwicklung. Beim Wohnbau ist Gmünd aber noch sehr großzügig.

Von Alexander Gässler
Die Zahl ist gewaltig: 186 Hektar Land könnten in den kommenden Jahren überbaut und versiegelt werden. Das entspricht etwa 260 Fußballfeldern. Allerdings: Gut ein Drittel der 186 Hektar entfällt auf den Technologiepark Aspen, zu dem sich der Gemeinderat ja klar bekannt hat. Das sollten auch diejenigen bedenken, die jetzt im Vorfeld der entscheidenden Beratungen den angeblich ausufernden Flächenverbrauch kritisieren.

Alles im grünen Bereich also? Nein. Die potenzielle Wohnbaufläche der kommenden Jahre erscheint nicht ausgewogen und nicht angemessen. 76,1 Hektar – das muss nochmals geprüft und hinterfragt werden. Die Grundsatzfrage dabei muss lauten: Wie viel Bauland wird wirklich gebraucht, damit Gmünd angemessen wachsen kann. Denn bislang ist es doch so: Es entstehen zwar immer neue Baugebiete, aber die Einwohnerzahlen stagnieren eher. Übrigens gilt das nicht nur für Gmünd und seine Stadtteile, sondern auch für sehr viele andere Städte und Gemeinden.

Schließlich hat die Stadt noch eine ganz besonders knifflige Aufgabe zu lösen. Wegen der Energiewende sollen langfristig zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft ausgewiesen werden. Das wären im Falle Schwäbisch Gmünds gut 230 Hektar. Man darf auf kreative Lösungen gespannt sein.


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