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Nachrichten Gschwend

Reportage: Das lebensrettende Dreigestirn von Gschwend

Foto: hs

Zur Jahreswende vor genau 20 Jahren trat das außergewöhnliche Gschwender Notfallteam von DRK, DLRG und Feuerwehr seinen ehrenamtlichen Dienst an. Die sogenannten First Responder oder auch Helfer vor Ort überbrücken die Zeit bis zum Eintreffen eines Notarztes, sind bei größeren Unfällen präsent und haben zeitweise schon über 200 Einsätze pro Jahr gemeistert.

Sonntag, 31. Dezember 2023
Franz Graser
1 Minute 15 Sekunden Lesedauer

Vielerorts gibt es zwischenzeitlich solche Helfer-​vor-​Ort– oder kurz auch HVO-​Gruppen. Besonders dort, wo sich das Einhalten der vorgeschriebenen Eintreffzeiten von Rettungsdienst und Notarzt als sehr schwierig gestaltet, beziehungsweise die nächste Klinik sich in größerer Entfernung befindet. Die Flächengemeinde Gschwend ist besonders betroffen. Was für Erholungssuchende und Ausflügler dort im Naturpark Schwäbisch-​Fränkischer Wald als Idylle von weitläufigen Wäldern, Höhenzügen, Tälern sowie einsamen Mühlen und Gewässern erscheint, macht das Leben der Bevölkerung und die Arbeit der Hilfsorganisationen schwieriger als in der Stadt oder in zentralen Gemeinden.

Bürgermeister Christoph Hald beschreibt: „Wir haben 5000 Einwohner, verteilt auf 54 Quadratkilometer in 84 Ortsteilen und Wohnplätzen. Nur 2200 Bürgerinnen und Bürger leben im Hauptort, 2800 in den anderen Dörfern und Siedlungsplätzen. Und überall wollen und müssen wir für eine gute Infrastruktur sorgen. Feuerwehrkommandant René Mursch ergänzt: „Vielen ist die Besonderheit der Flächen– und Streugemeinde Gschwend mit teils sehr schwer erreichbaren Wohnplätzen gar nicht bewusst und muss immer und immer wieder erklärt werden.“

Die besondere Problematik dieser Gemeinde– und Landschaftsstruktur gehörte zu den Auslösern, als 2003 der Feuerwehrmann Jörg Assenheimer und Notfallsanitäter Christopher Mailänder von der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes die Idee zur Gründung eines „Notfallteams“ unter Beteiligung aller Gschwender Hilfsorganisationen entwickelten. Auch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) sei sofort mit im Boot gewesen, so erinnert sich der heute 75-​jährige Christopher Mailänder.

Mehr über die Arbeit dieser engagierten Helferinnen und Helfer erfahren Sie in der Wochenendbeilage der Rems-​Zeitung.

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