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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Gmünd: Fastenbrechen als Zeichen für Frieden

Foto: Stoppany

Am Abend des letzten Sonntags des Monats Ramadan haben Muslime und Nicht-​Muslime gemeinsam öffentlich das Fasten gebrochen – zum siebten Mal in Schwäbisch Gmünd und zum ersten Mal im Kulturzentrum Prediger. Die Partner des Interreligiösen Dialogs hatten ein buntes Programm vorbereitet.

Sonntag, 07. April 2024
Benjamin Richter
1 Minute 6 Sekunden Lesedauer

Corona, Ukraine-​Krieg, das Erdbeben in der Türkei und Syrien – stets hätten Ramadan und Fastenbrechen in den vergangenen Jahren unter dem Eindruck trauriger Ereignisse gestanden, stellte Ibrahim Arslan eingangs fest. Das sei dieses Jahr, angesichts des Gaza-​Konflikts, nicht anders.
„Wir fragen uns: Warum passiert das?“, so der Vorsitzende der Gmünder Ditib-​Gemeinde, der das öffentliche Fastenbrechen im Predigersaal moderierte. Für Frieden brauche es Respekt und Toleranz – Werte, die Arslan in der Gmünder Stadtgesellschaft vorbildlich gelebt sieht. „Das ist ein Beispiel, wie es funktionieren kann und muss“, betonte er.
Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Richard Arnold und im Beisein mehrerer Landtagsabgeordneter und Gemeinderäte entfaltete sich das Bühnenprogramm. Nach dem Rezitieren von Koranversen in arabischer und deutscher Sprache, in denen es um die Fastenregeln im Ramadan geht, hob Imam Islami vom albanisch-​islamischen Zentrum „Levizja“ die Bedeutung der Integration in Gmünd hervor.
Dekan Robert Kloker sagte, Rituale wie das Fasten seien gerade in schwierigen Zeiten wichtig, denn sie gäben Geborgenheit. Der evangelische Pfarrer Reiner Kaupp nannte die Fastenzeit eine Zeit der selbstverantworteten Besinnung – und lud die muslimischen Gemeinschaften ein, gemeinsam mit den christlichen Kirchen am Muttertag ein Friedensgebet zu gestalten.
Nach den Auftritten mehrerer Kinder– und Jugendgruppen gab Arslan pünktlich zum Sonnenuntergang um 20.07 Uhr das von den eifrigen Helfern zubereitete Büfett für die mehreren Hundert Gäste frei.

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