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TSB Gmünds Toptalent Tom Abt: „Jede Spielminute ist ein Kompliment“

Foto: Schoch

Seine Leistungen, vor allem aber seine bemerkenswerte Trefferquote im Jugendbereich haben aufhorchen lassen. Tom Abt gilt als die größte Nachwuchshoffnung des TSB Gmünd. Sein Werdegang, der ohne Förderer Aaron Fröhlich kaum vorstellbar gewesen wäre, soll am Sonntag seinen vorläufigen Höhepunkt erleben: Mit einem Oberligadebüt im Heimspiel gegen die HSG Konstanz II.

Samstag, 12. Oktober 2019
Timo Lämmerhirt
2 Minuten 5 Sekunden Lesedauer

Wer Tom Abt auf dem Spielfeld erlebt, der sieht einen Teenanger, der vor Selbstvertrauen nur so strotzt und gerne Verantwortung übernimmt. Abseits des Spielfelds zählt der angehende Abiturient eher zur ruhigen, bescheidenen Natur. Vor allem aber ist der wurfgewaltige Rechtshänder ein waschechter TSBler. Bereits als Siebenjähriger zog es ihn Tag für Tag in die Halle. Bemerkenswert lesen sich die Erfolge der vergangenen Jahre: Als Lenker und Denker im Rückraum führte Abt seine Altersgenossen zum C-​Jugend Landesligatitel sowie zur zweimaligen Vize-​Meisterschaft in der B-​Jugend-​Württembergliga. In der vergangenen Saison sicherte er sich mit 187/​35 Toren die inoffizielle württembergische Torjägerkrone. Den herausragenden Schnitt von zehn Treffern pro Partie hält er derzeit auch bei den A-​Junioren: 29 Tore stehen nach drei Saisonspielen zu Buche. „Der TSB ist mein Verein, für den ich immer alles geben werde“, schwärmt der Youngster und liefert gleich einmal ein Treuebekenntnis ab: „Ich bin mir sicher, dass ich den TSB nie verlassen werde.“

„Die Meisterschaft war für mich der Beweis, dass es der
richtige Schritt war, zu bleiben.“
TSB-​Talent Tom Abt.

Dass dies nicht nur leere Worte sind, hat Abt bereits zweimal bewiesen. Wobei ihm sicherlich niemand böse gewesen wäre, wenn er dem Lockruf der Spitzenvereine aus der Region gefolgt wäre. In der C-​Jugend meldete sich Frisch Auf Göppingen erstmals, doch Abt lehnte dankend ab: „Natürlich habe ich über dieses Angebot nachgedacht. Aber wir hatten in Gmünd schon damals ein sehr gutes Team und die Meisterschaft war für mich der Beweis, dass es der richtige Schritt war, zu bleiben.“ Diesen Sommer klopfte mit dem TV Bittenfeld der nächste Erstligaverein an. „Ein oder zwei Jahre in der Jugend-​Bundesliga wären für meine Entwicklung sicherlich nicht schlecht gewesen“, meint Abt, der auch zwei Trainingseinheiten beim TVB absolvierte. Auf der Rückfahrt sei er sich jedoch mit Mutter Anita einig gewesen: „Das ist nicht meine Mannschaft, dort passe ich nicht hin.“
Ein weitaus besseres Gefühl bekam der 16-​Jährige von Stefan Klaus und Jürgen Rilli vermittelt. Der Chefcoach und der Sportliche Leiter des TSB sind längst auf die Leistungen des Talents aufmerksam geworden. „Beide haben mir einen langfristigen Weg dargestellt, den sie mit mir gehen wollen. Diese Gespräche haben mir Sicherheit gegeben, dass nicht die großen Namen, sondern der TSB die richtige Adresse für mich bleibt“, so Abt. Klaus jedenfalls schwärmt in den höchsten Tönen von seinem jüngsten Spieler, will ihn allerdings behutsam heranführen: „Tom ist technisch unheimlich versiert, spielerisch und individuell schon wahnsinnig weit entwickelt. Es wird schwer für ihn, in der BWOL Fuß zu fassen, aber ihm gehört die Zukunft.“ Wunderdinge erwartet vom Wunderknaben (noch) niemand. „Er bekommt die Zeit, die er braucht“, so Rilli. (Text: Von Nico Schoch)

Die ausführliche Geschichte über Tom Abt lesen Sie in der Rems-​Zeitung am Samstag.

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