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Coronavirus: Gmünder Festplatz im Schießtal wird in Massentestzentrum verwandelt

Fotos: hs

Der Schießtalfestplatz in Schwäbisch Gmünd ist seit Samstagmorgen gesperrt. In Rekordzeit wird dort aktuell das zweite Zentrum im Ostalbkreis für Corona-​Massentests entstehen. Hintergrund ist vor allem die Besorgnis angesicht einer Ostalb-​Skiausfahrt am 7. März nach Tirol mit mehreren Omnibussen. Einige der Teilnehmer wurden positiv getestet.

Samstag, 14. März 2020
Heino Schütte
1 Minute 23 Sekunden Lesedauer

Mit dem Aufbau von Containern, einer großen Zeltüberdachung usw. ist die Firma ProChecked GmbH vom Landratsamt beauftragt worden. Geschäftsführer Christian Matheus zeigt sich stolz auf sein Team. Denn auch für das Testzentrum in Aalen sei es in Rekordzeit gelungen, die erforderliche Infrastruktur aufzubauen. Einen solchen Eil-​Auftrag habe sein Unternehmen noch nie zu meistern gehabt. Am Sonntagabend soll die „Drive-​in-​Anlage“ dem Landratsamt und dem DRK als Betreiber übergeben werden. Wie das Landratsamt am Freitag erklärte, wird der Massentest vor allem dazu dienen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der sogenannten „Dr-​Skate-​Skiausfahrt“ nach Tirol vom vergangenen Wochenende zu erfassen und deren Gesundheitszustand zu überprüfen. Ziel von mehreren Omnibussen (die genaue Zahl der Busse/​Teilnehmer war bis Samstag noch nicht bekannt) aus dem Ostalbkreis war am Samstag, 7. März, Ischgl in Tirol/​Österreich. Die Veranstaltung eines privaten Geschäftsmannes und mehrerer Busunternehmen aus dem Raum Aalen und Ellwangen wurde zusätzlich auch als Event von der Kreissparkasse Ostalb beworben. Auf deren Homepage wurde KSK-​Kunden das Tagesticket für 80 statt 90 Euro inklusive Lift, Snack und Drinks angeboten. Landrat Klaus Pavel hat am Freitag erklärt, dass der Veranstalter die Teilnehmerlisten den Gesundheitsbehörden übergeben hat. Nachdem einige Ischgl-​Skiausflügler positiv auf das Coronavirus getestet worden waren erging vom Landratsamt die Aufforderung an sie und ihre Familienmitglieder, vorsichtshalber daheim zu bleiben. Nach ersten Schätzungen könnte es sich sogar um 25 Busse aus dem Ostalbkreis handeln, die in Tirol im kritischen Zeitraum unterwegs waren. Bürgermeister Dr. Joachim Bläse sagte gegenüber der Rems-​Zeitung, dass das Testzentrum vom DRK-​Kreisverband und der Kreisärzteschaft am Montag zusammen mit der Stadt Gmünd vorgestellt wird und am Dienstag zunächst einmal zwischen 8 und 10 Uhr in Betrieb gehen soll. Allerdings muss man sich zuvor anmelden und registrieren lassen. Die dazu notwendigen Telefonnummern werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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Corona-Hilfsangebote zwischen Wald und Alb.

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