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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Kreuzweg am Salvator in Gmünd: Kopie der biblischen „Straße der Schmerzen“

Foto: gbr

Der steile Pfad vom Taubental hinauf zur Salvator-​Kirche beim Gmünder Bahnhof stellt die Stationen des Wege von Jesu durch Jerusalem bis zur Kreuzigung ab. Diese dreidimensionalen Bilder führen die Grausamkeit vor Augen, mit der „Hochverrat“ in jenen Tagen öffentlich bestraft wurde.

Mittwoch, 05. April 2023
Gerold Bauer
57 Sekunden Lesedauer

Es sind gerade diese brutalen Folterszenen, die den Besucher des Gmünder Kreuzwegs so tief berühren und die Frage aufwerfen, warum Menschen so herzlos sein können. Doch genau darum ist nach biblischer Lesart Jesus Mensch geworden: um mit seinem Weg des Friedens und der Vergebung, letztlich aber auch mit dem eigenen spektakulären Tod sowie der Auferstehung die Welt besser zu machen.
Es gilt in wissenschaftlichen Kreisen als sehr wahrscheinlich, dass die Kreuzigung Jesu Christi, und damit der erste Karfreitag der Weltgeschichte, am 7. April des Jahres 30 stattfand. Der Tod am Kreuz war im römischen Imperium die übliche Strafe für Hochverrat. Allerdings durfte diese mit immensen Schmerzen verbundene Art der Hinrichtung an römischen Bürgern nicht vollzogen werden. Sie wurden enthauptet.
Um Pilgern auch ohne Reise nach Jerusalem das Gehen des Kreuzwegs möglich zu machen, entstanden ab dem 14. Jahrhundert in Europa Kreuzwege. Der erste davon in Lübeck. Auf allen diesen Wegen steht das Kreuz, wie einst in Jerusalem, auf einem Berg. Wo es keine natürliche Erhebung gibt, so wie an der norddeutschen Küste, wurden künstliche Hügel dafür aufgeschüttet. In Gmünd hat man dies aufgrund der Topographie freilich nicht nötig.

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