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Nachrichten Hussenhofen-Zimmern

Mühlbach bei Zimmern: Rettung verschoben auf 2026?

Foto: bri

Für die Renaturierung des trocken gefallenen Mühlbachs suchen die Zimmerner nach kosteneffizienten Lösungen. Denn die Aussichten, dass die Biotop-​Rettung zeitnah im Haushalt der Stadt Schwäbisch Gmünd Berücksichtigung findet, sind einmal mehr ernüchternd.

Freitag, 11. August 2023
Benjamin Richter
1 Minute 11 Sekunden Lesedauer

Auch zehn Jahre später ist es in den Augen von Ludwig Grimminger, Werner Ritzer und Valentin Wiesner immer noch eine Katastrophe, was im April 2013 an der Rems unweit von Zimmern passiert ist.
In einer Hauruckaktion wich damals das Remswehr oberhalb der Ortschaft einer Fahrradbrücke. Mit der Nebenwirkung, dass der Mühlbach, seinerseits Biotop und Lebensraum für zahlreiche heimische Tiere und Pflanzen, mit einem Mal ohne Wasserzufuhr dastand.
Das Fließgewässer, das 700 Jahre lang die Landschaft um Zimmern geprägt hatte, wurde so schutzlos dem Vertrocknen ausgesetzt. Die Menschen in Zimmern und dem benachbarten Hirschmühle, die das nicht hinnehmen wollten, gründeten schon im Mai 2013 die Bürgerinitiative „Rettet den Mühlbach“ und kämpften für die Renaturierung.
Und sie kämpfen noch immer, das wurde diese Woche bei einem Treffen vor Ort zwischen der Initiative und Jürgen Musch, Leiter des städtischen Tiefbauamts, deutlich.
Knackpunkt ist das sogenannte Wasserkreuz, eine Konstruktion aus Betonwänden und –röhre, die es ermöglicht, dass der aus dem Beiswanger Einzugsgebiet gespeiste Lützelbach unter dem stehenden Mühlbach hindurch in die Rems fließt.
Weit mussten die Versammelten, zu denen sich auch der Hussenhofener und Zimmerner Ortsvorsteher Josef Heissenberger und Stadtrat Andreas Dionyssiotis, von dem die Initiative für den Termin ausgegangen war, gesellten, ins Buschwerk hinein waten, um am Ufer des vollkommen zugewucherten Baches das zur Debatte stehende Bauwerk überhaupt zu erkennen.

Wie eine bauliche Lösung zur Rettung des Mühlbachs aussehen, was sie kosten und wie sie eventuell günstiger werden könnte, lesen Sie in der Rems-​Zeitung vom 11. August. Die gesamte Ausgabe ist auch online im iKiosk erhältlich.

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