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Debatte um Kliniken Ostalb — eine Analyse

Foto: tv

Die Klinikstruktur Deutschlands muss reformiert werden. Nur wie? Im Ostalbkreis sucht man eine Antwort darauf. Der Plan: Aus drei sollen zwei Kliniken werden, eine davon wird neu gebaut – oder alle drei Kreiskliniken gehen gleich in einem Zentralkrankenhaus auf. Dass die Debatte darüber nicht reibungslos verläuft, liegt mitunter an der mangelhaften Kommunikation aus dem Landratsamt. Politiker fordern Transparenz, im Netz gibt es eine Petition für den Erhalt aller Standorte. Eine Analyse.

Freitag, 13. Mai 2022
Thorsten Vaas
1 Minute 27 Sekunden Lesedauer

Die öffentliche Debatte um die künftige Klinikstruktur ist gerade einmal zwei Wochen alt, da steckt sie schon in einer rhetorischen Sackgasse. Wie und vor allem ob man die Kehrtwende schafft, wird ein ebenso spannender Prozess wie Frage an sich, was aus den Kliniken Ostalb einmal wird. Festgefahren hat sich die Frage bereits kurz nach einer Kreistagssitzung, in der das Landratsamt über die prekäre Situation der Kliniken Ostalb informiert und drei Handlungsoptionen präsentiert hatte. Aalens Oberbürgermeister Frederick Brütting lädt Tage danach die Presse zum Gespräch. Er behauptet: Die Entscheidung sei längst gefallen – die Klinikstandorte Aalen und Gmünd müssten zu Gunsten eines Neubaus aufgegeben, dafür die Ellwanger Klinik erhalten werden. Diesen Beschluss kommentiert er in den Aalener Nachrichten als „historischen Fehler“. Sein Gmünder Amtskollege Richard Arnold klingt ebenfalls wenig begeistert. Für ihn sei die Gmünder Klinik gesetzt, sagt er zur Rems-​Zeitung. Schließlich meldet sich der dritte Oberbürgermeister mit einer Klinik am Ort zu Wort: Michael Dambacher bittet alle Beteiligten, „die künftige Klinikstruktur des Kreises nicht primär als Standortfrage zu betrachten“, berichtet die Ipf– und Jagst-​Zeitung nach einem Pressegespräch. Allerdings fügt er an: „Ellwangen muss gesetzt bleiben.“ Zumindest aus Sicht der Oberbürgermeister scheint die Standortfrage also geklärt – in der Klinikfrage indes kommt man so nicht weiter. Diese verfahrene Situation hat die Kreisverwaltung allerdings selbst geschaffen.

Warum — das lesen Sie am Samstag in der Rems-​Zeitung.

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